| Rallye Sankt Wendeler Land | ||
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Es gibt wohl nichts was einen Rallye Fahrer für die nächste Saison so stark motiviert wie ein gelungenes Saisonfinale. Die ADAC Rallye St. Wendeler Land bot hierfür die beste Gelegenheit. Sie konnte sich nicht umsonst Finallauf zur Deutschen Rallye Challenge nennen. Dies ist die zweite Bundesliga des Deutschen Rallye Sports. Top Organisation und anspruchsvolle Wertungsprüfungen rund um Start und Zielort Freisen bei St. Wendel. Das Einzige was eigentlich fehlte zum Glück war schönes Wetter. Petrus schickte schon in den Tagen vor der Veranstaltung dunkle Regenwolken, die die Strecken in Rutschbahnen verwandelte. Gerade wenn die Bedingungen derart widrig sind, können auch kleine leistungsschwache Fahrzeuge für Aufsehen sorgen. So geschehen bei Andreas mit seinem Beifahrer Günter Kirberg (Dormagen). „Unser Mini ist für diese Strecken vielleicht nicht optimal, aber bei diesem Wetter ist unser Handicap nicht ganz so groß wie sonst,“ erklärt Werner vor dem Start am Morgen. „Was uns heute allerdings fehlt sind Regenreifen, die es aber in unserer Größe leider nicht gibt,“ fügte er hinzu. Also musste man sich förmlich welche schnitzen. Gesagt getan: mit einem Schneidegerät wurden Straßenreifen derart bearbeitet, daß der Gripp im Nassen verbessert wurde. „Not macht erfinderisch. Ich denke so müsste es funktionieren,“ kommentierte Werner die Bemühungen seiner eifrigen Service Crew. Und wie es funktionierte: nach einem drittel der Veranstaltung lag der Mini in seiner Klasse sensationell in Führung. „OK Andreas, wir wissen jetzt, daß du es kannst. Nimm bitte ein wenig das Tempo raus, die Rallye ist noch lang,“ lautete der Ratschlag von Arne Caspers, seinem Partner, der diesmal die Rolle des „Chefmechanikers“ einnahm. Werner befolgte seinen Ratschlag; aber trotzdem war da dieser blöde rechtwinklige Abzweig von Matsch auf Asphalt. „ Wir kamen nur ein klein bisschen neben den Asphalt in den Dreck und schon steckten wir fest. Ein Glück waren schnell Leute zur Stelle, die uns raus schoben, doch eine Minute haben wir verloren,“ schilderte Werner den Ausflug ins Grüne. „Wir sind zwar jetzt zweite geworden, aber das ist mehr als wir uns erhofft hatten. Es hat eine Menge Spaß gemacht, aber ohne meine Freunde und Mechaniker hätte das heute nicht funktioniert,“ erzählte Werner beim Zieleinlauf.
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