| Diamanten Rallye Brücken | ||
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Es ist kurz nach 14 Uhr, Samstag Nachmittag irgendwo bei Brücken in der hintersten Pfalz. Auf einem Feldweg rollt der schwarze Rallye Mini gemächlich über eine abgesperrte Schotterpiste. Am Steuer Andreas Werner auf dem heißen Sitz diesmal als Ersatzbeifahrer Jens Lembke. Seines Zeichens überaus erfolgreicher Rallye Fahrer. Die Beiden erstellen gerade ihren Aufschrieb. „Du, was meinst du,“ so Andreas zu seinem Co, „ geht die Kuppe voll?“ Vor ihnen liegt eine ausgefahrene Schotterpiste, hundert Meter weiter eine Kuppe wie man sie nicht gerade überall findet. Eigentlich eine halbe Kuppe, nur auf der rechten Seite der Straße. Fährt man links vorbei muss man zu sehr ins tiefe Gras am Rand und verliert wertvolle Zeit. Nimmt man sie so als wäre sie nicht da schafft man die nächste Linkskurve dahinter kaum. „Puh, wir schreiben sie mal als voll auf, aber mit Achtung,“ so Jens. Zwei Stunden später: die Jungs stehen am Start dieser Prüfung und setzen den Helm gerade auf. Wer jetzt nicht dieses Gribbeln in den Bauch bekommt, der sollte am Besten den Helm an den Nagel hängen. Der Starter zählt runter von fünf bis auf ab, und los geht´s. Bis zum Abzweig in Schotter alles voll, noch zwei enge Kurven alles im ersten Gang dann noch 100 Meter bis zur Kuppe. Sie halten nur leicht links an und... es geht, der Mini macht einen mächtigen Satz und landet hart auf dem ausgefahrenen Schotter. Das ist das geilste Gefühl überhaupt wenn man sich vorher ausrechnet es müsste eigentlich voll gehen und man merkt es geht tatsächlich. Zwar erwischt der Mini die nächste Linkskurve nur mit Mühe, aber es passt. Klasse es ist ein Rundkurs und diese Stelle gilt es viermal zu bewältigen. Noch mal ein langes Schotterstück 300 Bergauf oben mit der Handbremse rechtwinklig auf Asphalt. Dort steht schon der erste ausgefallene Konkurrent, der nach dieser Aktion lacht und den Daumen nach oben hält um zu signalisieren, dass dies gerade so war, wie er es gerne haben wollte. Im Ziel dieser Prüfung sehen die Jungs dass ihre Zeit sogar zum zweiten Klassenplatz gereicht hat. „Das war unsere Prüfung, hier konnten wir den Zuschauern mal zeigen, dass der Mini nicht einfach nur süß ist sondern auch ganzschön giftig sein kann,“ so Andreas etwas abgekämpft. Insgesamt dreimal wurde dann dieses Prachtstück von Wertungsprüfung noch absolviert. Auf den anderen Prüfungen mussten die Jungs zwar wieder ein wenig Zeit einstecken, denn zu schnell und zu sehr bergauf waren die charakteristischen Attribute. Doch Platz drei in ihrer Klasse mit vier Sekunden Rückstand auf den Zweiten wies der Aushang am Abend aus und bestätigte die Jungs in ihrem Tun.
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