| Einrich Rallye Allendorf | ||
|
Die Einrich Rallye in Allendorf stellte schon immer besondere Anforderungen an Mensch und Material. Ein Schotteranteil von rund fünfzig Prozent ist immer gut für eine Ausfallquote von mehr als einem drittel. Bei solch harten Bedingungen ins Ziel zu kommen ist alleine schon eine beachtliche Leistung. Also machten sich Andreas und dessen Freundin Alexandra auf dem Beifahrersitz auf den Weg die dicken Brummer zu ärgern. Wertungsprüfung eins war noch ohne losen Untergrund, aber irgendwie garnicht das was das Mini-Team an diesem sehen wollte. Dementsprechend war die gefahrene Zeit, also eher zum abhaken. Aber dann kam die Zweite mit einem brutalen Wiesenweg das ganze auch noch Bergab, wo der Mini ziemlich hurtig wird. Man kann sich leicht vorstellen wie abenteuerlich das Fahrverhalten bei den monströsen Federwegen und tiefen Löchern ist. Schnelle Kurven werden zur reinen Glückssache. Daß es dort vom Hauptkonkurenten im Opel sechs Sekunden gibt wundert niemanden. Die nächste Prüfung ist dann aber so richtig was fürs Herz. Großer Rundkurs, Herrlicher Schotter, wenn auch tief ausgefahren, aber so richtig was für die Handbremse, viele Zuschauerpunkte und Staub. Staub der einfach durch jede Ritze krabbelt und sich in Ohren, Mund und Nase setzt. Dazu noch Schweiß der in Strömen rinnt. Am Sportplatz vorbei auf Schotter, kurzes Stück bergab, nach links ausholen für die Rechts drei Plus auf Asphalt. Innen einghängt kurz ein paar Äste eines Baumes abrasieren. Zack das passt. Der Mini springt kurz mit dem Hinterteil, fängt sich aber schnell wieder. Gleich anbremsen für die nächste Rechts zwei, die geht im zweiten Gang fast voll. Man merkt richtig schön wie das Auto vorne arbeitet und leicht über die Vorderachse schiebt in Richtung Außenseite. Mit noch mehr Gas zieht man sich dann einwandfrei in die Ideallinie rein. An dieser Stelle drei Mal vorbei. Dann ab ins Ziel. Diese drei Wertungsprüfungen galt es nochmals zu bewältigen. Doch kurz vor der Lichtschranke der fünften Wertungsprüfung war da dieser Graben, der so verdammt tief war, und jeder weiß was folgt. Ein Traktor war von Nöten um den Mini aus seiner Gefangenschaft zu befreien. Fünfzehn Minuten vergingen bis sie die Fahrt wieder aufnehmen konnten. „Wenn man da hängt fühlt sich eine Minute wie eine Stunde an,“ so Alexandra. „Aber wir wollten ins Ziel kommen, außerdem mußten wir nochmal die tolle Prüfung am Sportplatz bewältigen,“ lachte Andreas am Abend. Zwar war die Konkurrenz zwischenzeitlich auf und davon geeilt, aber lieber letzter in Wertung als schnellster unter den Ausgefallenen. Gesagt getan, schafften sie es noch den kleinen Engländer, der etwas verknautscht aus der Wäsche dreinschaute, ins Ziel zu retten. Eines ist auf jeden Fall sicher: dies ist die atmosphärisch schönste Veranstaltung im Rallye Kalender der Beiden. |
||
|
|
|
|
|
Heidenrod Kempenich Zerf Altenkirchen Birkenfeld Brücken Oschersleben Oberehe Alzey Allendorf Potzberg Glantal Westerwald |
||